Bendensterne

Blendensterne1

Sie haben stets eine ganz besondere Wirkung und versetzen nahezu jeden Betrachter Ihrer Fotos unwillkürlich in eine romantische Stimmung: die so genannten Blendensterne. Sie können sowohl auf Bildern von nächtlichen Stadtansichten aufscheinen als auch beim Fotografieren von Wasser- oder Schneelandschaften. Doch bei den blitzlichtartigen Leuchtpunkten handelt es sich nicht um zufällig eingefangene Erscheinungen, sondern um das Ergebnis gekonnter Technik – das auch Ihnen spielend leicht gelingen kann.

Ein physikalisches Phänomen kurz erklärt

Blendensterne – die mitunter auch als Stern-Effekte oder Glanzlichter bezeichnet werden – entstehen nach den Gesetzen der Lichtbeugung: Die von einer punktförmigen Leuchtquelle ausgehende Helligkeit wird an den Außenrändern der Blende Ihres Fotoapparates abgelenkt und erscheint auf dem fertigen Bild stets ein wenig unscharf. Dabei bildet eine runde Öffnung wie an Revolver- oder Loch-Blenden immer einen kreisförmigen, nach außen blasser werdenden Lichtpunkt ab.

Machen Sie das Licht zum Star!

Verwenden Sie hingegen eine Lamellen- oder Iris-Blende, fällt das Licht durch ein so genanntes Polygon, an dessen geraden Kanten die Strahlen im rechten Winkel gebeugt werden – und den gewünschten Stern erzeugen. Dieser wirkt umso klarer, je punktförmiger die zugrunde liegende Lichtquelle ist und je stärker sie mit ihrem Umfeld kontrastiert. Richten Sie Ihre Kamera also immer auf entfernte Leuchtpunkte und schließen Sie die Öffnung der Blende so weit wie möglich.

Weißt Du, wieviel Sternlein stehen…?

Wie viele „Sternzacken“ Sie auf dem späteren Foto zu sehen bekommen, hängt von der Anzahl der Lamellen in der Blende ab. Beläuft sie sich auf einen geraden Wert, besitzt der abgebildete Glanzpunkt die gleiche Menge an Strahlen; eine ungerade Anzahl von Lamellen hingegen verdoppelt die Menge der sichtbaren Zacken. Grund dafür ist, dass sich einander genau gegenüberliegende Lichtstrahlen überlagern; asymmetrisch angeordnete jedoch nicht.

Nächtlicher Glanz auch am Tag

Strahlende Tipps zum Blendenstern-FotografieObwohl die Sonne eine ungleich größere und intensivere Lichtquelle ist als in der Dunkelheit leuchtende Scheinwerfer oder Straßenlaternen, lassen sich die Glanzlichter auch bei Tag abbilden. Beliebte Objekte hierfür sind:

  • aufblitzende Wasser- oder Tautropfen,
  • vom ersten Morgenlicht beschienener Raureif oder
  • im Sonnenschein funkelnde Glas- und Metallflächen

Bei solchen Aufnahmen müssen Sie allerdings beachten, dass die übrige Umgebung bei natürlichem Licht meist viel zu stark beleuchtet ist, um einen punktuellen Stern-Effekt zu erzielen. Daher sollten Sie gerade in den Sommermonaten und bei wolkenlosem Spätwinter-Wetter auf die lichtärmeren Stunden des Tages ausweichen. Je nach Strahlkraft und Einfallswinkel der Sonne empfehlen wir Ihnen außerdem darauf zu achten, dass die leuchtende Scheibe wenigstens partiell von Objekten wie Gebäudekanten, Zweigen, Statuen oder Personen bzw. Tieren verdeckt wird.


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