Silhouettenfotos

Fotos mir Schatten & Licht Spielereinen

Eine landläufige Regel für gelungene Aufnahmen besagt, niemals gegen das Licht zu fotografieren. Doch wie so oft im Leben gibt es auch dafür die berühmte Ausnahme: Die Kamera bewusst auf ein von hinten oder von der Seite beleuchtetes Objekt zu richten hat sogar eineigenes Genre innerhalb der Fotografie – die so genannten Silhouetten-Bilder.

Woher haben Silhouetten-Bilder ihren Namen?

Ihre Bezeichnung verdanken die mit Licht und SchattenTolle Fotos mit Silhouetten schießen spielenden Aufnahmen dem Franzosen Étienne de Silhouette. Er soll die zu seinen Lebzeiten aufkommenden Scherenschnitte aus schwarzem Papier so gemocht haben, dass er sie den sonst üblichen Ölgemälden in Wohnräumen vorgezog. Obwohl die Silhouette selbst keinen Einfluss auf die weitere Entwicklung der von ihm geschätzten Kunst ausübte, blieb sein Name untrennbar mit ihr verbunden.

Was ist das Besondere an Silhouetten-Bildern?

Auch um zu verstehen, was den Reiz von Silhouetten-Fotos ausmacht, lohnt sich ein Blick zurück: Das anfängliche Ausschneiden der gewünschten Konturen wich schon bald einem Nachzeichnen. Zu diesem Zweck entwarf der Rechtsgelehrte Ludwig Julius Friedrich Hoepfner einen speziellen Silhouettier-Stuhl, auf dem die zu Porträtierenden eine ebenso bequeme wie zielführende Haltung einnehmen konnten. Nachdem einige der so entstandenen Bilder von unabhängig agierenden Medizinern und Geisteswissenschaftlern ausgewertet worden waren, entstand ein völlig neues Interesse an der „schwarzen Kunst“. Die Gelehrten hatten nämlich erkannt, dass durch den Hell-Dunkel-Kontrast physiognomische Eigenheiten hervortraten, die bei normaler Betrachtung eines Menschen viel weniger auffielen – aber zuverlässige Rückschlüsse auf Gesundheitszustand und Charakter der abgebildeten Personen zuließen.

Fotos mit ganz besonderen Effekten

Von dieser verblüffenden Wirkung leben Silhouetten-Bilder bis heute: Sie zeigen oft mehr, als auf den ersten Blick zu erkennen ist – ganz unabhängig davon, ob es sich hierbei um die Aufnahme eines natürlichen oder eines künstlichen Objektes handelt. Zu den wohl bekanntesten Effekten auf Silhouetten-Fotos gehört der Lichtsaum, welcher sich an den Konturen von Personen oder Gegenständen ergeben kann. Auch in der Luft befindliche Wassertropfen, Staubkörner oder Rauchpartikel sorgen im Gegenlicht oft für eine ganz besondere Wirkung, indem sie zu einer Streuung und Kontrastreduktion führen. Ebenso ungewöhnliche wie erstaunliche Bilder ergeben sich beim Ablichten von (halb-) durchsichtigen Objekten, die auf Silhouetten-Fotos häufig eine unerwartete Farbintensität und Transparenz zeigen.

Häufige Nebenwirkungen

Genau in den möglichen Effekten aber liegt auch die Schwierigkeit von Gegenlicht-Aufnahmen. Durch den meist starken Kontrast zwischen Hintergrund und Objekt lässt sich die optimale Belichtung nur schwer ermitteln. Gleichzeitig sorgen Streulicht und Lichtspiegelungen für eine unerwünschte Abschwächung des in natura sichtbaren Gegensatzes. Darüber hinaus entstehen durch die so genannten Blendenreflexe häufig eigenartige Flecke auf dem fertigen Bild.

Tipps für gelungene Gegenlicht-Aufnahmen

Hiervor schützt eine speziell konzipierte Gegen- oder Streulicht-Blende. Damit diese keine Vignettierungen hinterlässt, muss sie an die Größe des verwendeten Objektivs angepasst sein. Für im ursprünglichen Sinne zu verstehende Silhouetten- (also scherenschnittartige) Fotos sollte die Belichtung stets auf den helleren Hintergrund erfolgen.



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