Leckere Schnappschüsse – Food Fotografie

Kochen, Bekochen lassen oder Essen gehen. Tolle Food Fotos schießen!

Melonen fotografieren

Manche tun es nur am Wochenende, manche nie, und wieder andere geben sich bei jeder Mahlzeit besonders viel Mühe, ihre leckeren Gerichte nicht nur einfach von der Pfanne auf den Teller in den Mund zu schaufeln, sondern die dampfende Lasagne, den frisch gebackenen Zupfkuchen oder den raffinierten Sonntagsbraten auch gebührend in Szene zu setzen.

Food-Fotografie spielt überall dort eine Rolle, wo es darum geht, Lebensmittel und Gerichte in besonders günstiges Licht zu rücken. Da das Auge bekanntlich mitisst, ist Food-Fotografie in erster Linie bei der Gestaltung von Kochbüchern, Speisekarten oder Verpackungen unabkömmlich. Doch auch in Zeiten von Blogs oder Foto-und-Video-Sharing-Apps wie Instagram erlebt das Genre einen Boom wie nie zuvor. Täglich sind die Pinnwände unserer Social-Media-Kanäle gespickt mit feschen Bildern vom sommerlichen Spargelrisotto, dem besten Burger der Stadt und deiner Avocado-Mousse-au-Chocolat übersät. Es lässt einem das Wasser im Munde zusammenlaufen.

Das Auge isst mit

Obst fotografieren

Ziel bei der Food-Fotografie ist es, Speisen oder Getränke möglichst appetitlich darzustellen, sodass Verbraucher angeregt werden, die entsprechenden Lebensmittel zu kaufen, die abgebildeten Gerichte nachzukochen oder die angebotenen Menüs zu bestellen. Dass dabei mit Attrappen, farbigen Folien oder Licht in besonderen UV-Bereichen getrickst wird, ist längst kein Branchen-Geheimnis mehr. Doch manche Aspekte der Food Fotografie sind durchaus solides Handwerk – und sollten dementsprechende Beachtung finden.

Für gelungene Food Fotografie ist die Liebe zum Essen und ein gewisses Gespür für dessen Zubereitung besonders wichtig. Nur wer einen unabdingbaren Bezug zu den abzubildenden Objekten hat, kann deren jeweilige Besonderheit und Einzigartigkeit einfangen. Außerdem benötigt ein Food Fotograf Sinn für Ästhetik. Weil die eigentlichen Objekte immer auch im Kontext mit ihrem Umfeld stehen bzw. aufgenommen werden, gehört zur Food Fotografie Freude am Dekorieren und Arrangieren.

Technische Voraussetzungen für das perfekte Food-Foto

Weinglas und Weinflasche fotografieren

Food Fotos können an unterschiedlichen Orten entstehen und daher ganz verschiedene Bedingungen an die Ausrüstung stellen. So empfehlen sich bei Außen- bzw. Tageslicht-Aufnahmen zusätzliche Diffusoren und Reflektoren, mit deren Hilfe sonnenbeschienene oder schattige Stellen exakter beleuchtet werden können. Bei der Beschaffung von Reflexen kann man als Laie ganz einfach tricksen, indem man ein Stück Pappe mit Alufolie umwickelt. Im Handumdrehen können das Licht so reflektiert und Ihre Objekte beleuchtet werden.

Auch der Einsatz von Blitzlicht will gut überlegt sein, denn häufig werden Bilder durch zu starke Beleuchtung unscharf. Das gilt vor allem bei „bewegten“ Motiven wie aufspritzenden Flüssigkeiten oder emporsteigenden Dämpfen. Nicht zuletzt erfordert das Fotografieren von Speisen oder Getränken auch den Einsatz unterschiedlicher Objektive. Je nachdem, wie detailliert und nah die Aufnahme erfolgen soll, ist eine separate oder zusätzliche Makro-Funktion sinnvoll. Ist neben dem Essen auch dessen Umgebung, die ganze Länge der gedeckten Tafel o.ä. Gegenstand der Food-Fotografie, empfiehlt sich hingegen ein Weitwinkel-Objektiv.

Tipps & Tricks von der Expertin für Food Fotografie

Kochen, Bekochen lassen oder Essen gehen. Tolle Food Fotos schießen!

Gerichte und Lebensmittel fotografisch ansprechend festzuhalten, ist ohne Expertise also eine kleine Herausforderung. Mit den richtigen Tipps, ein wenig Übung und etwas Geschick sehen Ihre Köstlichkeiten aber schon bald genauso lecker aus, wie sie schmecken. Wir haben mit Katharina Küllmer vom Foodblog ess.raum gesprochen. Als Food-Fotografin, Rezeptentwicklerin, Food-Stylistin und Privatköchin lässt sie ihre Leser seit drei Jahren an ihren ausgefallenen und aufregenden Kochideen teilhaben und weiß genau, worauf es beim Thema Foodfotografie ankommt.

Stichpunkte: Sorgfalt, Abstand halten, Tageslicht,

10 Grundregeln für Food Fotografie

1) Bildgestaltung – möglichst viel vorarbeiten

2) Farbgebung – Umgebung

3) Unterstützende Gegenstände

4) Abbildung: Vollflächig oder Teilabbildung?

5) Drittelteilung – Der goldene Schnitt

6) Aufnahmewinkel

7) Allgemeine Regel – Bildverlauf

8) Belichtung

9) Weißabgleich

10) Schärfentiefe und Tiefenschärfe – Bokeh



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